Das Wort zum Sonntag (Pt. 1)

Da ich ja nun in den letzten Urlaubstagen ein wenig weniger geschrieben habe, muss ich doch wohl noch nachlegen. Zum einen wollte ich aber Mel den Vortritt lassen, da es ja eigentlich ihr Reise-Blog sein sollte, zum anderen hatte ich nach der Fleischvergiftung irgendwie den Antrieb verloren.

Gutes Stichwort übrigens. Schon lustig, dass an diesem Tag, in diesem Laden KEINER meiner Mitreisenden Fleisch gegessen hat. Da ich nicht an Spontan-Vegetarismus glaube, bleibt letztendlich nur die Verschwörungstheorie, dass man sich abgesprochen, den mexikanischen Koch bestochen und mich dann geradewegs ins Messer laufen gelassen hat. Das ist aber schiefgegangen, so schnell werdet ihr mich nicht los … ihr dreckigen Erbschleicher!

Nun aber zu etwas ganz anderem … Augenscheinlich war ich der Einzige, der soetwas wie einen Plan von dem Trip im Kopf hatte. Dafür und für meine ausufernden Internetrecherchen wurde ich zwar ausgelacht, aber ich möchte sie hier dennoch teilen, falls jemand auch mal so einen Trip machen möchte und sich nicht die Augen wund lesen will … so wie ich.

  Hier also mal die Übersicht der Route. Das Copyright liegt bei Google, aber ich komme wahrscheinlich sowieso in die Landkartenkopierer-Hölle. Man sieht sehr schön, dass die Sause in LA (A) begann und wir schnurrstracks nach Las Vegas (B) gebraust sind, weil sich für die späteren Tage die Hotelzimmerpreise in astronomischen Höhen bewegt haben. Des Rätsels Lösung ergab sich am Tag unserer Abfahrt aus Vegas. Am folgenden Tag startete die World Series of Poker. Hätte gerade ich vielleicht drauf kommen können, aber nun gut, hinterher ist man immer schlauer.

Von Vegas aus sollte es dann durch das Death Valley zum Tioga Pass gehen. Von dort fährt der geneigte Touri dann durch den Yosemite-Park. Nunja … aufgrund latenter Verzögerungen bei der Abfahrt (was nur bedingt mit dem Besuch in einem Fashion-Outlet zu begründen ist), waren noch ca. 4 Stunden Fahrzeit für die Strecke ein wenig zu ambitioniert. Berücksichtigt man die Größe und das Gewicht unseres Fahrzeugs und die eingangs schon erwähnten Geschwindigkeitsgrenzen, so mussten wir ein wenig umdisponieren, um nicht nachts durchs Tal des Todes donnern zu müssen. Also wurde Beatty (C) angesteuert. Beatty ist eines der Death Vallley Gateways, also wieder so ein Ort, an dem man sich darauf eingestellt hat, dass irgendwelche Dumpfbacken durchfahren, weil Sie sich mal eine ganz tolle Landschaft anschauen wollen. Dementsprechend unspektakulär ist das Nest. Eine Straße, 2 Motels, 1 Casino (in Nevada anscheinend Pflicht). Es war so toll dort, dass ich noch nichtmal dazu gekommen bin, ein Foto zu machen, daher hier nur eine Impression auf halber Strecke, irgendwo an der Interstate 95.

In Beatty gab es dann lecker Abendessen, serviert von einem Kellnerinnen-Team, die alle miteinander verwandt waren, allerdings ist das Aufnahmebdingung in Beatty. Danach ab ins Motel 6 und eine Runde preiswert übernachten.

 

 Auf auf also ins Death Valley. Hört sich wild an, ist aber auch nur eine Wüste mit langen Straßen, dem tiefsten Punkt der USA und einer Affenhitze. Die spürt man natürlich nur, wenn man den wohl temperierten Suburban verlässt. Angenehmes Gefühl, von 20 auf 40 Grad durch Öffnen der Autotür. Wenn man ganz genau hingesehen hat, konnte man die klitzekleinen Gewitter am Türholm sehen.

Zumindest bei den Richtungen war die Auswahl begrenzt...

 Danach ging es ab nach Lone Pine (D). Eine Etappe auf dem Weg nach Lee Vinning (E), was wiederum ein Gateway zum Yosemite Park ist. Lone Pine ist berühmt für seine feine Tex-Mex-Küche im Bonanza. Laut Sean seinem Reiseführer „gute Portionen zu guten Preisen“. Den Punkt mit den nicht ganz so guten Scheißhausbakterien auf dem Fleisch hat man wohl vergessen zu erwähnen. Es schmeckte noch ganz gut, sollte aber im weiteren Verlauf böse enden. In Lone Pine wurde noch eine Starbucks-Filiale geentert und Sean verlor seinen Glauben an die Fähigkeit der Firma AT&T im Bereich mobiles Internet. Das können die nämlich nicht oder eben nur mit richtigen Verträgen und nicht für iphone-Touristen.

Also weiter nach Lee Vinning, wo wir zum ersten Mal Probleme haben sollten, eine Motel zu finden. Aber zum Glück waren noch 2 Zimmer im schlechtesten Haus am Platz frei. Auch Lee Vinning bietet eine Menge, wenn man auf Straßen und Inzest steht. Ich habe mir hier mein Steak-Sandwich mehrfach gründlich durch den Kopf gehen lassen, danach wurde es dunkel (also um mich … draußen war es schon länger dunkel).

 Die Fahrt durch Yosemite war toll. Ein Wald, in dem man Eintritt zahlen muss. Dafür sieht man dann keinen Bären oder irgendein anderes dämliches Vieh. Man hätte zumindest irgendwas auf einen Stock stecken können und es im Wind wippen lassen, damit der Tourist an sich auf seine Kosten kommt. Aber nichts dergleichen. Ich habe sowieso geschlafen, Sean ist gefahren. Die Grenzen zwischen Steak-Sandwich und Reisekrankheit verschwammen zusehends. Ab nach San Francisco (F)!

In San Francisco ist alles schweineteuer, also kann man auch dekadent residieren und im Westin einchecken. Kleiner Fauxpax bei der Ankunft. Obwohl ich Gold Member bei denen bin, haben wir uns zunächst in der Pöbelschlange angestellt. Glücklicherweise bemerkten wir unseren Fehler kurz bevor wir dran waren und konnten dann in die Priviligiertenschlange wechseln (nein, nur Spaß, da war keine Schlange). Da es in SF immer arschkalt ist und man mit Shorts als Touri auffällt, sind alle gleich mal los, lange Klamotten kaufen. Da SF aber auch die europäischte Stadt in CA ist, gibt es hier, wie bei uns, keine Geschäfte, die meine Größen führen. Also: weiterhin frieren und auffallen … aber da steh ich ja drauf.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist der Besuch der Hauptattraktionen. Hier die tolle Brücke. Im Grunde auch nur eine Brücke. Etwas länger und berühmter als andere Brücken, aber wirklich nix dolles. Eine Brücke eben…

 

  Und hier dann Alcatraz (von hinten). Sieht aus wie ein Schutthaufen, ist ein Schutthaufen. Allerdings wohl der einzige Haufen, für den man 2 Wochen im Voraus Karten reservieren muss. Haben wir nicht gemacht, sind nur drumherum gefahren und das Bedürfniss des Besuchs hielt sich bei mir wirklich in Grenzen. Vielleicht tut man dem Kasten damit unrecht, aber es sieht wirklich nicht sehr einladend aus. Nach kurzer Überlegung ist es aber auch nicht gerade die unmittelbare Assoziation („einladend“) für ein Gefängnis. Ihr wisst schon, was ich meine.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Sch* Jetlag

Mich hat der Jetlag voll erwischt… Abends um zehn bin ich hundemüde und geh ins Bett. Um zwei werde ich dann wieder wach und quäl mich bis sechs durch die Nacht mit Hin-und-Herwälzen. Dann schlaf ich doch noch wieder ein und werd erst um zwei Uhr Mittags wieder wach (gut dass ich heute keine Termine habe)

Laut Wikipedia (und Wikipedia lügt ja nie) rechnet man pro Stunde Zeitverschiebung mit 1 Tag Umgewöhnungsdauer. Ich hab dann ja nur noch eine Woche Zombietum vor mir.

Echt klasse… *gähn*

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Home sweet home

Sorry für den späten Abschlussbericht, aber ich musste erstmal ganz lange weinen, dass der schöne Urlaub schon wieder rum ist… Also, hier der letzte Beitrag, quasi von zu Hause aus geschrieben (sitze grade auf dem heimischen Sofa und freue mich über das deutsche Bildungs-TV)

Sven kann übrigens nicht nur Parkplatz, sondern auch Reiseplanung. Bevor es am frühen Abend zum Flughafen geht, hatten wir noch einen netten Tag in Venice Beach und einem anschließenden kleinen Shoppingtrip in Santa Monica, wo ich eine schicke Handtasche erworben habe. Die passt sicher hervorragend zu einem meiner zwölfendreissig Paar neuen Schuhe…

Die Rückreise selbst war im Übrigen wieder sehr angenehm. Bei der Filmauswahl habe ich mich für Battle Los Angeles entschieden. Haha.
Die Mädels bei British Airways sind ausserdem echt nett. Und haben mich diesmal auch gar nicht für irgendne Tennisspielerin gehalten, so wie beim Hinflug („Oh darling, you´re lookings like Blablabla“.“Hä?“ [kurze Pause]. „Ähm, she´s looking fine, that was a compliment…“

🙂

Back in Good Old Germany nach einem erholsamen Schläfchen im Flugzeug und Frühstück in der Lounge beim Zwischenstop in London mussten wir erstmal unsere Schlüssel fürs Auto bei Lena abholen. Die war leider nicht da und kam ein paar Minuten später, sodass wir vor der Tür warten mussten. Das passte den neugierigen Nachbarn aber gar nicht. Einer von denen schlawenzelte ständig um uns rum, rein in seine Garage, raus ausser Garage, wieder rein in die Garage…

Irgendwann kam Lena dann, sodass wir mit dem Schlüssel nun unser Auto abholen konnten, das wiederum noch bei Svens Eltern stand. Dat Lenchen hat sich nicht getraut, den Audi zu ihr zu fahren. Is ja ein Automatik, und die lassen sich ja bekanntlich besondern schwierig fahren 😉

Ach, durfte ich das jetzt nicht erzählen?

Dort das gleiche Spektakel: Wir laden unsere Koffer um und schon kommt die örtliche Nachbarschaft, um genau zu beobachten, was da Seltsames vor sich geht. Einfach Koffer umladen? Da ist doch was faul… Verrückt… die Deutschen… Ich will wieder weg…

Jetzt sind wir jedenfalls wieder zurück @home und der Wahnsinn geht sofort weiter. Mal sehen, wie lange die Erholung anhält…

Und nein, ich bin leider nicht braun geworden, im Gegensatz zu meinen Mitreisenden. Morgen gleich erstmal auf die Sonnenbank 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Pinke Wurst

Ein Highlight hatte ich ja ganz vergessen: Der legendäre Chili Dog von PINK, den es in der klitzekleinen Bude schon seit über 70 Jahren gibt. Das muss man wohl probiert haben…

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Venice, der Muscle Beach

Den letzten Tag geniessen wir bei 26 Grad in Venice, auch bekannt als Muscle Beach. Arni hat dort sogar schon seine Muckis gestählt. Cool…

Ich hatte es mir irgendwie spektakulärer und glamouröser vorgestellt, aber nun ja, es ist trotzdem sehr nett und entspannt hier. Man kann Basketball spielen (wenn man sich nicht  den Ball von Schwarz äh, Afroamerikanern klauen lässt), Beachvolleyballen, Skaten oder an einer der tausend kleinen Lädchen sein Geld ausgeben. Ausserdem sorgen Strassenkünstler für Spass.

Eine Show haben wir uns auch angesehen. Ein wirklich durchtrainierter Typ springt über ne Reihe Freiwilliger aus dem Pubikum. Zwischendurch lockere Sprüche und Angrabbeln einer weiteren Freiwilligen. Alles in allem sehr unterhaltsam und uns 1$ ins Bucket wert.

Veröffentlicht unter Allgemein | Ein Kommentar

Sven der Parkgott

„Bow before me for I am the incredible Parkgott“

Sven kann echt Parkplatz. Obwohl die Parkhäuser und -decks alle voll und/oder meilenweit weg vom Beach sind, fährt er einfach dreist bis ganz nach vorne und findet direkt an den Strandpromenade noch was Freies. Doch das Beste: In der Parkuhr ist sogar noch Geld… Wir mussten nix zahlen. Wow!

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Surviving Carmageddon

In L.A. läuft man nicht. Jede einzelne Meile wird motorisiert zurückgelegt. Da trifft es sich, dass der wichtigste Highway, die 405, am Samstag und Sonntag, also ganze zwei Tage, gesperrt wird. Vollsperrung des Nervensystems. Hier nennt man das nett „Carmageddon“. Ein grosses Thema im TV, in den Zeitungen und eigentlich überall.

Die allgemeine Warnung lautet: Fahren Sie nicht, bleiben Sie zu Hause!

Das Schöne ist: Die Leute halten sich scheinbar dran, denn wir kommen mit unserem Camaro gut durch, obwohl wir durch die halbe Stadt kurven müssen. Der schnelle Highways ist ja gesperrt.

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Hollywood

Heute haben wir noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten abgeklappert, wie zum Beispiel Beverly Hills, den Rodeo Drive, das legendäre Hard Rock Cafe (super Burger und meine Chicken Crispies waren auch delicious), vorbei am Viper Room usw. Um alles in L.A zu sehen,müssten wir noch ne Woche oder zwei dran hängen. Nadine hat das sicher nichts gegen, oder?

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Santa Monica

Der grosse Chevy Suburban musste leider von uns gehen und wurde gegen 1 Charger (Philippe) und 1 Camaro (Sven) getauscht.

Mit dem gehts ab zum Santa Monica Pier. Herrlich 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar

Back to L.A.: Universal Studios

Wir erreichen die letzte Etappe unseres Roadtrips und sind wieder in L.A. Die ersten zwei Tage residieren wir im Tarzana Inn, da in L.A. direkt an den Hotspots alle Hotels ausgebucht oder unbezahlbar sind.

Tarzana Inn

Tarzana Inn

Der Vorteil: Das Motel ist nicht nur günstig, sondern auch nur 10 Minuten von den Universal Studios entfernt, unserem nächsten Ausflugsziel

Dort erwartet uns schon am Eingang der Kapitalismus: Selfparking: 7$. 20 Minuten Laufen bis zum Park inklusive. Oder eben Preferred Parking im Frankenstein Parkhaus, nur 5 Minuten vom Eingang entfernt für 20$. Klar, was wir genommen haben…

Dann die Wahl der Eintrittskarte: Normal oder A* Front of the Line für 40$ mehr, damit man an den Attraktionen nicht warten muss, sondern vorbei an den tausenden Besuchern in einer extra A-Reihe ohne Wartezeit und reservierten Plätzen bei den Shows. Wie gesagt, das Geld muss raus.

Im Park selbst lauert jede Menge Spass: Die Mumienachterbahn, eine Studiotour mit King Kong 3D Action und Besuch der Wysteria Lane, eine Wasserbahn, der Shrek 4D Ride, eine Horrorlabyrinth-Tour (so ähnlich wie beim Movie Park Horrorfest mit echten Schauspielern und Erschrecken) und mein absolutes Highlight: Terminator 3D Action.

Wer auf Popcornkino steht, ist hier jedenfalls genau richtig!

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Schreib einen Kommentar